Umweltschutz in Topform! Anlage kann 2 Millionen Bäume, die neu gepflanzt werden müssten, ersetzen!!!

Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn setzt Bürgerinformation zur angedachten Bio-Energieanlage an der ST2051 in Unterumbach fort

Gruppenfoto Bürgerfahrt nach Sterzing 2021

Auf Einladung der Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn wurden alle Bürgerinnen und Bürger in der Bürgerinformation, welche alle Haushalte erreicht, gebeten an einer Bürgerinformationsfahrt nach Sterzing teilzunehmen. Von den über 2.000 Bürgerinnen und Bürgern nahmen 3 Gemeinderäte, 16 Bürger:innen und natürlich der Erste Bürgermeister der Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn teil. 4 Personen mussten leider krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

 

Ziel der Bürgerfahrt war es, dass für alle Bürger:innen die Möglichkeit besteht, die bestehende Bio Energieanlage in Sterzing/Wiesen zu besichtigen und sich hautnah über das Projekt sowie die räumliche und auch sonstige räumliche Auswirkung zu informieren.

 

Aber nun zum Ablauf der Fahrt. Um 7:30 Uhr fand wie geplant die Abfahrt am Bauhofgelände der Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn statt. Bürgermeister Helmut Zech begrüßte Herrn Philipp Pescosta, der als Gesellschafter der Bio Energy Glonntal GmbH und Bürger der Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn an der Fahrt teilnahm. Über die A8 ging es mit dem Busunternehmen Lunz über Garmisch nach Sterzing/Wiesen, wo man nach einer Fahrzeit von fast 5 Stunden das Ziel erreichte.

An der Pilotanlage Biogas Wipptal, welche sich in unmittelbarer Nähe zu Sterzing befindet, wurde die Delegation von Herrn Manfred Gius (Geschäftsführer), Herrn Josef Mayr (Hauptgesellschafter und Initiator) und Herrn Klaus Stocker (Präsident) begrüßt. Herr Josef Mayr, selbst Landwirt und Gesellschafter der Biogas Wipptal GmbH, führte die Gruppe durch die Anlage und ging ausführlich auf alle gestellten Fragen ein.

Neben der Anlagentechnik und den damit zu erzielenden Erfolgen in der Ökobilanz war für die Besucher die Wirkung der Anlage (Einfügung in das Landschaftsbild und natürlich eine mögliche Belästigung durch Gerüche) von besonderer Bedeutung. In der Anlage selbst war eine Geruchsentwicklung am Annahmebereich des Mists festzustellen, die aber Aufgrund des sehr geringen Umfangs bereits in einer geringen Entfernung auf dem Betriebsgelände und bereits außerhalb des Betriebsgeländes nicht mehr feststellbar war.

Nach der Betriebsbesichtigung wurde in einem Fachvortrag des Geschäftsführers Herrn Manfred Gius detailliert auf die Möglichkeiten dieser Anlage für den aktiven Umweltschutz eingegangen. So werden ca. 150.000 Tonnen an Festmist und Gülle mit modernen Transportfahrtzeugen von den Höfen der beteiligten Mitglieder jährlich benötigt. Neben den Vorteilen der Gewinnung von hochwertigen Rohstoffen wie Bio-LNG, Bio-Dünger, CO², Trockeneis, elektrischer Energie und sauberem Wasser, war Bürgermeister Helmut Zech besonders vom innovativen Dekarbonisierungsprojekt sehr beeindruckt. Durch die Biogasanlage Wipptal können jährlich 21.000 Tonnen CO² im Jahr eingespart werden. Dies entspricht einer Waldfläche von 8.400 ha bzw. 840 Millionen Quadratmetern und damit ca. 2.100.000 Bäumen, die neu gepflanzt werden müssten, um diese Schadstoffmenge jährlich zu absorbieren.

 

Selbstverständlich wurden auch kritische Fragen wie z.B. zur Materialanlieferung und Abtransport, Versickerung/Ableitung des gereinigten Wassers, Einfügung ins Landschaftsbild, Anbindung an den überregionalen Verkehr über die Autobahnanschlussstellen bzw. die Staatsstraße ST2051 angesprochen. Wie bei jeder Entwicklung zur Energieversorgung der Menschen wird auch diese innovative Anlage zu einer Veränderung beitragen. Egal ob Bergbau, Wasserkraft, Atomkraft, Photovoltaik oder Windenergie es wird ohne eine Veränderung nicht funktionieren.

Den Teilnehmern der Bürgerfahrt und den Bewohnern der Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn und darüber hinaus stellt sich nun aber die Frage, ob wir alle nur von Umweltschutz reden und Andere sollen den Beitrag leisten oder ob man intensiv für einen wirklich effektiven Umweltschutz und den Mut hat, sich für ein nachhaltiges und kreislaufgeführtes System einzusetzen.

 

Neben diesen Fragen wurde auch eine eventuelle Beteiligung durch die Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn angesprochen, die zum momentanen Zeitpunkt nur Seitens des Ersten Bürgermeisters Helmut Zech beantwortet werden konnte, da das gesamte Projekt noch nicht kalkuliert wurde und der Bürgermeister nur für sich selbst sprechen kann, da dies im Gemeinderat Aufgrund des sehr frühen Stadions noch kein Thema war. Bürgermeister Zech sieht aber, vorbehaltlich der Mehrheit des Gemeinderats, eine Beteiligung der Gemeinde als sehr zielführend, weil dies ein sichtbares Zeichen an die Bevölkerung darstellt und natürlich der wirtschaftliche Vorteil auch den Bürger:innen vor Ort zu Gute kommt.

 

Als Anlage (s. Download unten) stellen wir Ihnen folgende Informationen zur Verfügung und bitten Sie, diese kritisch zu bewerten und der Gemeinde Pfaffenhofen a.d. Glonn Ihre Anmerkungen an die allgemeine E-Mail-Adresse info@pfaffenhofen-glonn.de zu senden.

 

Über das weitere Vorgehen ist vorgesehen, diese Fahrt und die Ergebnisse der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Die Gesellschafter versuchen den Rohstoff zu generieren und danach wird sich der Gemeinderat nochmals mit den dann vorliegenden Fakten auseinandersetzen, bevor überhaupt ein offizielles Genehmigungsverfahren eingeleitet wird.

Investor und Gemeinde wollen mit den Bürger:innen gemeinsam einen Beitrag für den aktiven Umweltschutz leisten und deshalb die Bürgerschaft frühzeitig im Prozess einbinden, mit Argumenten überzeugen oder wenn dies mehrheitlich nicht gelingt, das Projekt frühzeitig wieder stoppen.

Wichtig ist aber, und das betonte Bürgermeister Zech, dass sich jetzt alle mit dem Projekt intensiv beschäftigen bevor, die Investoren und die Gemeindemitarbeiter:innen viel Zeit und Geld investieren und es dann am Widerstand der Bevölkerung scheitert.